Musikalische Reisen ins Mittelalter

Die Musik des Mittelalters - 1000 Jahre alt: voller Rhythmik mit Pommern, Platerspielen, Sackpfeifen und fränkischen Heertrommeln, geheimnisvoll und mystisch auf Harfen, Psaltern, Glockenspiel und Fideln musiziert. Das ist die Welt, die die Capella Antiqua Bambergensis in ihren Konzerten wieder lebendig werden läßt.
Konzertprogramme wie "Heinrich II. - Musik für Kaiser und Könige" führen in die Lebenswelt des vor 1000 Jahren lebenden Kaisers, bringen die Musik der Kreuzzüge, die Instrumente wie die arabische Laute "Ud", Fideln, Portativ und seine Erlebnisse in Erzählungen seiner Zeitzeugen mit in die heutige Zeit.
"E Dame jolie", das Programm, das sich nicht nur den hübschen Burgfräulein, sondern auch Rittern und Räubern widmet und musikalisch die Zeit um 1300 - 1600 beleuchtet. Musiziert auf Instrumenten der "fahrenden Musiker" jener Zeit: Dudelsäcke, Fideln, Blockflöten, Rauschpfeifen und natürlich immer viel Schlagwerk.
Sehr vornehm hingegen die Musik europäischer Königshöfe, wie im Programm "Pastime with good Company": Mit Violen da Gamba, Cembalo, Blockflöten, Cistern und einer großen Violone kommt hier die virtuose Kunst der zahlreichen angestellten Musiker des Königs Henry VIII. zur Geltung.
Erläuterungen zu den Instrumenten, Geschichten aus dem Leben der damaligen Menschen und eine Konzertatmosphäre innerhalb historischer Mauern machen die Konzerte der Capella zu einer echten Reise in die Alte Zeit.


Mitten im Frankenland, im Hauptsmoorwald der alten Kaiserstadt Bamberg, stehen immer noch die uralten Mauern einer ehemaligen fränkischen Königsburg: Schloss Wernsdorf.
Die Gebäude wuchsen höher, als die Minnesänger durch die Lande zogen und auch hier gastliche Aufnahme und ein Nachtlager fanden.

Nun sind ihre Lieder und ihre abenteuerlichen Geschichten wieder erwacht, ihre Dutzende verschiedener Musikinstrumente wieder lebendig geworden, denn diese königliche Burg und später fürstbischöflich-bambergisches Schloss hat seine kriegerische Ausrüstung gegen viele Musikinstrumente getauscht: Sackpfeifen und Trommeln, Fiedeln und Schalmeien, Block- und Querflöten, Gemshörner und Glockenspiel, Dulciane und Krummhörner...

An feierlichen Tagen erklingt die barocke Schlossorgel dazu und die überaus vornehme Familie der Gamben hoch oben im balkengeprägten Konzertraum.
Oft tauscht die CAPELLA aber auch, wenn man sie auswärts hören möchte, ihre eigenen Mauern gegen Kirchenräume, Kreuzgänge alter Klöster und andere Säle zwischen hohem Norden bis Südtirol, vom Rheinland bis Tschechien, um die wunderbare Welt unserer Vorfahren, ihre Musik und Lebensgeschichten aufleben zu lassen und fünf Dutzend Instrumente reisen mit.