Die CAPELLA ANTIQUA BAMBERGENSIS
und PETER MAFFAY

Seit vielen Jahren verbindet die Capella eine ganz besondere Freundschaft mit dem Rockmusiker Peter Maffay. Begonnen hat diese mit einem kleinen Konzert der Capella aus Anlass einer Preisverleihung für das Musical "Tabaluga" im Jahre 1994. Musik und "Tabalugas Zauberharfe" waren seither immer Wegbegleiter gemeinsamer Aktivitäten:

Eröffnung des Stiftungshauses der Peter Maffay Stiftung in Pollenca / Mallorca mit der Capella Antiqua.

Mit über 500 Gästen aus Deutschland, vom spanischen Festland und aus Mallorca - darunter viele Prominente - ist am 1. Mai in Pollenca auf Mallorca das Stiftungshaus der Peter Maffay Stiftung feierlich eröffnet worden.
Die Peter Maffay Stiftung hat sich die Betreuung von Kindern zur Aufgabe gemacht, die durch Gewalt, sexuellen Mißbrauch oder schwere Erkrankungen traumtisiert sind. Dabei soll das neue Stiftungshaus die Drehscheibe für die Vernetzung von medizinischen, pädagogoischen, sozialen und kulturellen Aspekten sein.
"Die heilende Wirkung der Natur kann die Entfaltung der Persönlichkeit führen und deren Perspektive in den kommenden Jahren positiv beeinflussen", so Peter Maffay in seiner Eröffnungsrede.
Für den künstlerischen Rahmen sorgten eine ganze Reihe von ausgezeichneten Musikern und Malern: bereits am Nachmittag hatte die Capella Antiqua aus Bamberg den Kindern gezeigt, wie schnell man Harfe spielen lernen kann. Am Abend verzauberte sie auf Original-Instrumenten die Gäste mit einem beeindruckenden Repertoire aus Werken, die zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert entstanden sind.

 
Tabaluga-Tag in Regensburg:  
Peter Maffay, Rufus Beck, Tabaluga und die Capella Antiqua in der Grundschule am Sallerner Berg

Der kleine Drache Tabaluga zum Anfassen
Wie die Stars des Kindermusicals am Nikolaustag Regensburger Schüler glücklich machten
VON ANTJE KARBE, MZ
REGENSBURG. Gestern war ein guter Tag für Kinder: Nikolausbesuch und viele Süßigkeiten. Aber für die Regensburger Grundschüler am Sallerner Berg kam es gleich noch besser: Tabaluga, der kleine grüne Drache, kam höchstpersönlich zu ihnen und brachte Sänger Peter Maffay, Schauspieler Rufus Beck und die Musiker der Capella Antiqua Bambergensis mit.
370 Kinder saßen am Morgen aufgeregt in der Turnhalle, und auch die Künstler waren gespannt. "Mit Kindern ist das ein Riesenspaß", sagte Rufus Beck. "Ich hoffe, sie stellen viele Fragen." Anlass für den Besuch der Stars war eine Frage von Tabaluga gewesen: "Was bedeutet Glück für Euch?" In einem bundesweiten Wettbewerb durften Grundschüler ihre Antworten basteln oder dichten. Auch die Ethikklasse der vierten Jahrgangsstufe hatte sich Gedanken gemacht - und gewann mit ihrer Einsendung den ersten Preis, "einen Tabaluga-Tag" für die Schule.
"Es war nicht einfach, sich zu entscheiden", versicherte Maffay, der in der Jury saß. An der Collage der Regensburger habe ihnen besonders der "europäische Gedanke" gefallen. Die Klasse war zu dem Schluss gekommen, dass wahres Glück mit anderen geteilt werden sollte, und zwar weltweit. "Das war ein entscheidender Beitrag gegen Ausgrenzung und Intoleranz", fand der Sänger, "und wenn Kinder lernen, richtig miteinander umzugehen, haben wir bessere Perspektiven."
Großes Glück für die Kinder, als die Besucher schließlich in die Halle einzogen: Unter lautem Jubel stellte Rektorin Anita Preißl die Gäste vor.
"Wir sind etwas nervös", gestand auch Lehrerin Renate Baier, als sie mit der Gewinnerklasse auf der Bühne stand. Ihr Zusatz: "Aber das könnt ihr sicher verstehen" brachte ihr laute ja-Rufe und einen dicken Applaus ein. Als ihre Schüler dann die Collage erklärten, war von Nervosität nichts zu spüren. Glück bedeute ein gutes Essen, eine Insel mit Palmen, liebe Eltern oder "meine süße Katze Cesi", zählten sie auf. Eben für jeden etwas anderes. Und im selbst gedichteten Text hieß es noch einmal: Es ist wichtig, andere glücklich zu machen.
Professor Wolfgang Spindler von der Capella Antiqua führte durch den Vormittag. "Unsere Instrumente stammen aus der Zeit, als Tabaluga noch klein war", sagte er. (Inzwischen zählt er 700 Jahre). Rufus Beck gab fesselnd die Geschichte der neuen Tabaluga-CD "Tabaluga und das verschenkte Glück" zum Besten. Anschließend löcherten die Kinder die Gäste: Wo ist Tabaluga geboren? Warum hat Arktos keine Freunde?
Doch die Hauptsache war, die Stars und Tabaluga hautnah und zum Anfassen zu erleben. Besonders von dem kleinen Drachen wollte jeder einen Händedruck erhaschen oder zumindest ein Winken. Als sich Maffay nicht mehr vor Autogrammjägern retten konnte, griff er zum Mikro: "Ihr kriegt jeder eins, später." Und signierte anschließend 370 Autogrammkarten. "Versprochen ist versprochen", war sein Kommentar. "Die Kinder haben damit ihre Freude gezeigt, und ein bisschen Chaos gehört doch auch dazu." Im übrigen habe er es toll gefunden, wie die Lehrer mit den Schülern umgehen. "Die sind sehr offen, und scheinbar wird viel Gewicht auf Musik und Kunst gelegt."
Aus der Samstagsausgabe der Mittelbayerischen Zeitung vom 07.12. 2002:
1994 traf dieses Ensemble im Rahmen einer Preisverleihungsfeier auf den Rock-Musiker Peter Maffay. Innerhalb kurzer Zeit beschloß man, ein gemeinsames Tabaluga-Projekt anzugehen:
Peter Maffay steuerte die Idee und die Musik bei, die Musiker der Capella ein echtes "Zauberinstrument", die Zauberharfe und die alten Instrumente:
Tabalugas Zauberharfe war geboren.
Tabalugas Zauberharfe - nach einer Idee von Peter Maffay - 1998
Die zauberhaftesten Tabaluga-Lieder in einer instrumentalen Version der ganz besonderen Art: Von der Capella Antiqua auf Tabalugas Zauberharfe und alten Instrumenten, sowie Mitgliedern der Münchner Philharmonikern gespielt.
Eine wunderschöne CD zum "Nur-Anhören", aber auch zum selber Mitmusizieren - mit Tabalugas Zauberharfe!
Das Instrument - "die Zauberharfe in grün" - ist kinderleicht zu spielen: eine unter sie Saiten gelegte Notenschablone ermöglicht es, sofort die Tabaluga-Melodien richtig zu spielen. Für Kinder, Jugendliche und junggebliebene Erwachsene ein sofortiges Erfolgs-Erlebnis. Denn üben muß man hier nicht mehr!
Der Weg der Zauberharfe führt mittlerweile bis nach Spanien:
aus den Nürnberger Nachrichten vom 14.09.2001
von Alexander J. Wahl
"Capella Antiqua Bambergensis“ arbeitet mit dem Rockmusiker zusammen
Zauberhaftes mit Peter Maffay
Gemeinsames Sozialprojekt für Kinder in Mallorca – Eine Harfe für die Therapiearbeit

WERNSDORF – Wenn der Name Peter Maffay fällt, dann denken viele Menschen vielleicht an Titel wie „Es war Sommer“, an „Josie“ oder Ähnliches – den wenigsten dürfte in diesem Zusammenhang die „Capella Antiqua Bambergensis“ in den Sinn kommen. Denn dieses Ensemble mit Sitz auf dem Schlösschen Wernsdorf bei Bamberg wurde nicht durch Deutschrock bekannt, sondern durch Musik des Mittelalters und der Renaissance, die es auf originalgetreu nachgebauten Instrumenten wieder zum Leben erweckte.
Und doch eint Maffay und die Capella mehr als die Anerkennung für die künstlerische Leistung des jeweils anderen. Gemeinsam ist ihnen auch die Überzeugung von der heilsamen Wirkung der Musik auf Körper und Seele. In einem neuen, groß angelegten Sozialprojekt Maffays auf Mallorca spielen die „Capella Antiqua“, wie sich die kleine Besetzung der „Capella Antiqua Bambergensis“ nennt, und deren Erfindung, die „Zauberharfe“ eine wesentliche Rolle.
„Habt ihr Zeit?“ Ein Dienstagmorgen im August. Auf Schloss Wernsdorf klingelt das Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist Peter Maffay: „Habt ihr am Montag nächste Woche Zeit? Ihr müsst nach Mallorca kommen. Wir müssen etwas besprechen.“
Am Sonntag nach jenem besagten Anruf hatte die „Capella Antiqua“ auf Schloss Wernsdorf noch ein Konzert zu geben, das bis 1 Uhr nachts dauerte. Dann hieß es ab nach Erfurt, denn allein von dort ging noch um 4 Uhr ein Flieger nach Mallorca. Stress pur also für die „Capellisten“: Wolfgang Spindler, seine Söhne Thomas und Andreas sowie Anke Flügel. Doch wenn Peter Maffay einlädt, bei einem sozialen Großprojekt dabei zu sein, dann zählt all das nicht. Maffay und seine schwarze Lederjacke. Das Klischee vom harten Rocker ist nicht neu und nicht selten so wirkungsmächtig, dass man dem Musiker vielleicht eher die obligatorische Bonzenharley und diverse Saufgelage zuschreiben würde, als soziales Engagement. Dabei fördert Maffay schon seit langem über die „Tabaluga Kinder- und Jugendhilfe-Stiftung“ die Arbeit mit misshandelten und behinderten Kindern. Ein spanisches Pendant dazu soll nun, finanziert von der „Peter-Maffay-Stiftung“, auf Maffays mallorquinischer Finca in Pollenca aufgebaut werden.
Neben der Arbeit mit den Kindern gilt es hier zusätzlich noch, Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn in Spanien würden behinderte Kinder nicht selten von ihren Familien schamhaft versteckt und weggesperrt, erzählt Thomas Spindler.
Stattdessen soll mit den Kindern auf Maffays 140 Hektar großem Grundbesitz gearbeitet werden. Den musiktherapeutischen Teil werden dabei die Mitglieder „Capella Antiqua“ übernehmen. Deren Kontakt zu Maffay besteht seit dem Jahre 1994.
Damals begleitete die Truppe eine Preisverleihung an den Künstler anlässlich des Abschlusses der „Tabaluga“-Tournee. Maffay war beeindruckt. Das ermutigte die Gruppe, dem Musiker eine neue Erfindung vorzustellen: die „Zauberharfe“.

Dabei handelt es sich um eine kleine Variante dieser seit de Altertum bekannten Instrumentengruppe. Die Besonderheit des Instruments sind die Notenblätter, die direkt unter die Saiten gelegt werden und die im Gegensatz zur gewohnten Notenschrift einen Weg durch das Musikstück vorzeichnen. Das spielende Kind (oder der Erwachsene) folgt mit seinem Zupfen diesem Weg und es erklingt die richtige Melodie.
Maffay ließ sich von diesem Instrument, das auch geistig behinderte Kinder zu beherschen vermögen, schnell überzeugen: „Macht was draus“, lautete die Aufforderung an die Mitglieder der „Capella Antiqua“. So wurden die Melodien für das Tabaluga-Märchen Maffays für die „Zauberharfe“ umgesetzt, aus der „Tabalugas Zauberharfe“ wurde.
Harfenbaukurse – auf Schloss Wernsdorf ein großer Erfolg – sollen künftig auch für spanische Kinder in Maffays Einrichtung stattfinden. Die Musik als Motor – auch für einen Austausch der Kulturen, denn auch ein Gastaufenthalt spanischer Kinder auf Schloss Wernsdorf ist geplant. Musik soll als Hilfe zur Selbsthilfe fungieren, Kindern soziale Fähigkeiten und Vertrauen in das eigene Können und die eigenen Fähigkeiten (wieder-)geben.


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